03.11.16

9.11. Erinnerung an die Pogromnacht in Gießen

Am 09.11.2016 jährt sich die Pogromnacht in Gießen zum 78. Mal. Die Geschehnisse rund um den 09.11.1938 müssen als bis zu diesem Zeitpunkt deutlichstes Signal des Einverständnisses der nationalsozialistischen Deutschen mit dem Programm zum finalen Ausschluss der Juden aus der Volksgemeinschaft gewertet werden. Wir erinnern an die Zäsur des deutschen Antisemitismus mit einem Mahngang.

Wie in den Vorjahren wird der Mahngang vom Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus Gießen als parteipolitisch neutrale und politisch unabhängige Gedenkveranstaltung und in Zusammenarbeit mit engagierten Gießener (Jugend-) Organisationen ausgerichtet. Anlaufpunkt des Mahngangs sind verschiedene historisch relevante Stationen in der Gießener Innenstadt, die mit der gesellschaftlichen Exklusion und Vernichtung der Jüdinnen und Juden im Zusammenhang stehen.

Der Mahngang beginnt um 18 Uhr am Berliner Platz.
Ebenfalls wird es auch in diesem Jahr ein Begleitprogramm geben.

Erstmals in diesem Jahr wurde eine begleitende Abendveranstaltung am 09.11. organisiert. Unter maßgeblicher Beteiligung des Referats für Antirassismus und politische Bildung des AStA der JLU Gießen wird im Kinocenter, Bahnhofstr. 34, im Anschluss an den Mahngang der Film „Schritte ins Ungewisse“ gezeigt. Zu Gast ist der Auschwitz-Überlebende und Protagonist des Films Heinz Hesdörffer, der nach der ca. 45-minütigen Vorführung für ein Gespräch zur Verfügung stehen wird.

Gebündelte Informationen und Materialien sowie Informationen zum Veranstalter:
http://bgaagiessen.wordpress.com/

13.10.16

Das Problem ist komplex….


Nach vielen Jahren haben wir das BASH verlassen; ein Bündnis aus antifaschistischen Gruppen aus Hessen. Die Gründe hierfür sind letztendlich im letzten Jahr immer offensichtlicher geworden und lassen sich auf mangelnde Diskussions- und (Selbst-)Reflektionsbereitschaft runterbrechen. Verschiedenen Unstimmigkeiten wurde unserer Meinung nach nicht der Raum gegeben, der nötig gewesen wäre, um sie ernsthaft und inhaltlich zu reflektieren. Wir sehen auch bei uns selbst als Gruppe ein Versagen, eben dies im Bündnis nicht konsequent umgesetzt zu haben.
Die Konsequenz, das Bündnis zu verlassen, mussten wir ziehen um einem eigenen, emanzipatorischen Anspruch noch Stand halten zu können. Solche Positionen, wie sie zuletzt von den ak:raccoons formuliert wurden, sind für uns nicht hinnehmbar. Auch verschiedene Versuche, im BASH über diese Punkte zu streiten, führten zu keinem fruchtbaren Ergebnis. Letztendlich sehen wir uns nur noch mit einigen Gruppen inhaltlich verbunden.

R4, Oktober 2016, still angry!


*zur Diskussion rund um das ak:raccons Flugblatt wollen wir noch mal auf die Kritik von der qrew kassel, ag5 und akkffm verweisen. Unsere Kritik haben wir im Bündnis formuliert und letztendlich braucht es nicht noch einen Text, der im Wesentlichen die Kritikpunkte der angeführten Texte wiederholt.

04.10.16

Update Naziaufmarsch Wetzlar!

Ab 18 Uhr ist im Niedergirmeser Weg eine Kundgebung der "Gewerkschaftsjugend Mittelhessen! angemeldet.

Zugtreffpunkt Giessen: 17.30 Uhr Gleis 1
Zugtreffpunkt FFM : 16.15 Uhr Gleis 14

Achtet bei An- und Abreise auf Nazigruppen und fahrt am besten nicht alleine. Bringt  eure Freund_innen mit!


29.09.16

7.10. Nazisaufmarsch in Wetzlar!

Unsere Freund_innen vom Archiv haben schon was gutes Verfasst. Zugtreffpunkt Folgt

26.04.16

Keine rassistische Mobilmachung in der hessischen Provinz

"Unter dem Motto “Haiger steht auf” mobilisieren Rassit_innen für den 29.04.2016 19 Uhr auf den Marktplatz nach Haiger. Als Redner wurde unter anderem Dominik Horst Roeseler angekündigt, der bis dato stellvertretender Landesvorsitzender von Pro NRW ist. Des Weiteren haben Neonazis, zum Beispiel von der JN Hessen, ihre Teilnahme angekündigt.
Dies ist ein weiterer Versuch rassistischer Mobilisierung in Hessen und darf nicht unkommentiert bleiben. Deshalb kommt am 29.04.2016 nach Haiger um den Rassist_innen den Tag zu vermiesen!"
https://merkava.noblogs.org/

Zugtreffpunkt für Gießen: 17:00 Esther-Stern-Platz (vor dem Bahnhof). Abfahrt ist um 17:09 von Gleis 2.
Kommt zahlreich, wir freuen uns auf euch. 

15.04.16

16.4. Junge Alternative Parteitag verlegt!

"Die Junge Alternative Hessen (JAH) verlegt ihren für Samstag in der Gießener Kongresshalle geplanten Landesparteitag an einen anderen Ort. Dies bestätigte am Abend JAH-Vorsitzender Robert Wasiliew auf Anfrage. Als Grund nannte er eine »drastisch verschärfte Sicherheitslage«.
(Giessener Allgemeine 15.04.)

Da aber trotzdem die Möglichkeit besteht das sich die Junge Alternative in Giessen trifft, sollten Menschen zahlreich zur Kundgebung bzw zum Veranstaltungstag kommen.

13.04.16

16.04. Gegen die Junge Alternative

Am Samstag den 16.4.  soll in einem Sizungsraum der Kongresshalle eine Veranstaltung der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative stattfinden.

Ab 11 Uhr läd die Linke.Giessen zum Veranstaltungstag im Nebenraum.
Evtl. kommt noch eine Kundgebung dazu. Mehr Infos folgen!

Kommt vorbei!

Nationalismus ist keine Alternative!
Gegen Rassismus und Sexismus!



28.03.16

Dokumentation rassistischer Angriffe in den 90er Jahren im Landkreis Gießen

Zuletzt kam es zu einem Übergriff auf eine Unterkunft von Geflüchteten in Langgöns, die AfD erzielt in Giessen zweistellige Ergebnisse und vermehrt tauchen rassistische Sptühereien auf. In der Giessener Allgemeine fordert ein Schreiber ein Bündnis der Besonnenen mit der AfD und über Facebook vernetzen sich Rassist*innen in und um Giessen. Währenddessen werden die Asylgesetze verschärft.

Geschichte wiederholt sich nicht, dennoch erinnert die Stimmung an die 90er Jahre. Eine kurze Dokumentation soll die Geschehnisse und Ereignisse aus jener Zeit nachzeichnen.

https://www.docdroid.net/pfMxw1C/doku.pdf.html

26.01.16

Wochenendplanung 30.01.-31.01.

Mittlerweile steht ein Zugtreffpunkt, um am Samstag den 30.01. nach Büdingen zu fahren und den Fackelmarsch zu vermiesen! Mehr Infos findet ihr in unserem vorherigen Post.

Treffpunkt ist um kurz vor 14:00 vor dem Bahnhof in Gießen (Esther-SternPlatz).
Der Zug fährt um 14.11 von Gleis 12.



Am Sonntag lädt …umsGanze! zum bundesweiten Vernetzungstreffen:

#all2gethernow: In Bewegung bleiben – Gegen die Abschottung und ihr Fans

31.01.16 / 11Uhr - 18Uhr / Hörsaalzentrum Campus Bockenheim / Frankfurt

Wir laden euch herzlich zu einem bundesweiten Treffen am 31. Januar in Frankfurt/Main ein um gemeinsam darüber zu sprechen, wie wir angesichts von Fluchtbewegungen, Rassismus auf den Straßen und staatlichen Abschottungsversuchen als radikale, antiautoritäre Linke gemeinsam und bundesweit in die Offensive kommen können.

Mehr Infos findet ihr unter: http://umsganze.org/einladung-radikale-linke/

14.01.16

NPD startet umtriebig in den Wahlkampf - 30. Januar Naziaufmarsch in Büdingen verhindern

Ende September machte die NPD sich mit einem LKW auf Tour. Ziele waren diverse Städte in Süd- und Mittelhessen. Die vier Kundgebungen im Lahn Dill Kreis wurden damals schon als Wahlkampfveranstaltungen angekündigt. Es folgte Mitte November ein Fackelmarsch in Wetzlar. Zwar sollte das Bild einer Bürgerinitiative gezeichnet werden, doch es war von Anfang an offensichtlich, dass sich hinter dieser die NPD Lahn-Dill verbirgt. Unter anderem da die angeworbene Anmelderin, Melanie Dittmer, am Tag nach dem Aufmarsch bei einer Saalveranstaltung der NPD in Büdingen sprach. Im Lahn Dill Kreis verfügt die Partei darüber hinaus über eine eigene Lokalität, welche sie für Partys, Rechts-Rock-Konzerte und Parteiveranstaltungen nutzt. 


Umstrukturierung

Über das Jahr 2015 forcierte die Partei eine Umstrukturierung und fasste mehrere Kreisverbände zu insgesamt 6 Bezirken zusammen. Nachdem der Landesverband über 2 Jahre keinen regulären Vorstand hatte und nur kommissarisch von Stefan Jagsch geführt wurde, kam es Ende November erstmals seit 2013 zu der Wahl eines neuen Landesvorstandes. Der neue Vorsitzende heißt Jean-Christoph Fiedler. Im Februar letzten Jahres veröffentlichte aa_recherche_nordbaden einen Abriss über ihn und seinen Werdegang (http://bit.ly/1juA0KG). Im März 2015 wurde Fiedler erst zum Bezirksvorsitzenden in Südhessen und nun zum Landesvorsitzenden der NPD gewählt. Stellvertreter sind jetzt Martin Kohlhepp und Daniel Lachmann. Kohlhepp aus der Nähe von Fulda ist langjähriger Aktivist der NPD und Treuepunktesammler bei Aufmärschen. Außerdem leitet er den Bezirksverband Osthessen. Daniel Lachmann aus Büdingen, der seit Jahren Posten bei der hessischen NPD sammelt, wurde als Stellvertreter (wieder-)gewählt.


Intensivierung


Mit Prominenz versucht die NPD nun zu punkten. Im Anschluss an die Landesvorstandswahl, referierte Stefan Köster in Büdingen. Köster ist Bundesgeschäftsführer und Landesvorsitzender des NPD-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Bei Konzerten trat mehrfach Michael „Lunikoff“ Regner auf, im September spielten Teile der rechten Hooligan-Band Kategorie C in Wetzlar in einer Schutzhütte ein Akustikkonzert und für den Neujahrsempfang am 9.1.2016 konnte mit Udo Pastörs einer der prominentesten Parteivertreter gewonnen werden.

Und es geht weiter: für den 23. Januar plant die Partei eine Veranstaltung zur Kommunalwahl in der Willi-Zinnkann-Halle in Büdingen mit Udo Voigt, dem ehemaligen Parteivorsitzenden, der jetzt Europaabgeordneter der neonazistischen Partei ist. Des Weiteren ist Olaf Rose als Redner angekündigt. Dieser zählt zum Parteivorstand der NPD in Sachsen und sitzt im Stadtrat von Pirna.
Doch auch auf der Straße will die NPD punkten. In der Wetterau und im Lahn Dill Kreis organisiert sie regelmäßig Wahlkampfstände. Bei Infoveranstaltungen zu geplanten Unterkünften für Geflüchtete tauchen regelmäßig Personen aus dem NPD-Spektrum auf und verteilen Flyer, stellen sich mit Transparenten auf oder versuchen ihr menschenverachtendes Weltbild in Diskussionen einzuwerfen.

Und nun wollen sie in Büdingen am 30. Januar aufmarschieren. Wie in Wetzlar versuchen sie das Ganze mit einer Bürgerinitative zu kaschieren, wobei jedoch offensichtlich ist, dass die Partei dahinter steckt. Das Vorgehen um zu mobilisieren ist dabei recht simpel. Es wird alles benutzt, das sich eignet, um es rassistisch aufzuladen. Jeder noch so unseriöse Artikel wird geteilt, wenn er das eigene Weltbild bestätigt. Medienkompetenz ist bei den Neonazis nicht zu erwarten. Die Medien werden genau so lange als Lügenpresse bezeichnet, bis es dem eigenen Weltbild entspricht. So auch die sexualisierte Gewalt in Köln an Silvester. Diese wird ebenso instrumentalisiert, um rassistische Positionen zu transportieren. Ginge es der NPD um eine Diskussion über Sexismus oder sexualisierte Gewalt müsste sie gleich kapitulieren. Das Weltbild der Partei ist geprägt von rückwärtsgewandten Geschlechterrollenbildern und veralteten Vorstellungen der Familie. Antifeministisch und antiemanzipatorisch stellt sich die Partei als Hüter alter Werte dar. Selbstbestimmung und Toleranz sind dabei nicht zu erwarten.

Wir rufen dazu auf, sich am 30. Januar an den Protesten gegen diesen de facto Naziaufmarsch zu beteiligen. Es ist nicht hinnehmbar, dass rassistische Weltbilder einen Raum bekommen. Da der Staat bzw. die Gerichte unfähig sind dies zu unterbinden, bleibt es nach wie vor an uns hängen Neonazis eine Absage zu erteilen und ihnen ihren Aufmarsch zu vermiesen.

Alerta!
 

Weitere Infos folgen!